„Wir helfen Menschen,
sich besser auf unerwartete Ereignisse vorzubereiten.“


Die Auseinandersetzung mit möglichen zukünftigen Entwicklungen schafft gerade in Zeiten von großen Umbrüchen neue Handlungsspielräume. Damit kann im Bedarfsfall auch mit unerwarteten Ereignissen besser umgegangen werden.

Die Österreichische Gesellschaft für KrisenVorsorge (GfKV) beschäftigt sich mit Entwicklungen und Ereignissen, die das Potenzial haben, unser gewohntes gesellschaftliches Zusammenleben nachhaltig zu stören oder sogar zu zerstören.


COVID-19 Pandemie

Aktuelle Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie

Aushang für Wohnhausanlagen

Crashkurs| Mentale Stärke in Krisenzeiten

Herbert Saurugg Mentale Stärke

Dieser Online-Kurs wurde in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge erstellt.

„Viele von uns wurden völlig unvorbereitet überrascht. Zudem ändern sich die Rahmenbedingungen permanent. Das verunsichert. Stabilität beginnt aber immer bei uns selbst. Erst dann können wir wieder anderen helfen und gemeinsam stark werden. Daher unterstützt die GfKV dieses Projekt.“
-- Herbert Saurugg | Präsident der GfKV

Gemeinsam durch die aktuelle Krise

Herbert Saurugg Statement 01
Herbert Saurugg Statement 02
Herbert Saurugg Statement 03

Langfristige Folgen

Derzeit ist noch in keiner Weise absehbar, welche langfristigen Folgen durch die COVID-19-Pandemie losgetreten wurden. Einiges zeichnet sich jedoch bereits ab: Wir werde nicht dort fortsetzen, wo wir im Februar/Anfang März unterbrochen haben. Hierzu eine erste systemische Betrachtung: Der Schwarze Schwan ist gelandet

Unterschätzte Wechselwirkungen

Die nachfolgende Grafik zeigt ein Wirkungsgefüge, wie es von Dirk Helbing von der ETH Zürich anhand einer Beispielpandemie erstellt wurde.

Causality diagram for anticipative disaster preparedness from „Disasters as Extreme Events and the Importance of Network Interactions for Disaster Response Management“​ https://t.co/1EyethE47h?amp=1

Das Coronavirus und wir

Die Ausbreitung des Coronavirus beschäftigt und beunruhigt derzeit sehr viele Menschen. Viele widersprüchliche (ambivalente) Informationen prasseln auf uns ein. Auf der einen Seite wird von den offiziellen Stellen beruhigt und gleichzeitig werden immer massivere Maßnahmen getroffen. Viele Menschen können sich nicht orientieren und es fehlen uns die Erfahrung, wie man mit einer derartigen Situation umgehen soll. Bei einer derart hohen Emotionalität wirken Fakten kaum mehr. Trotzdem ist es notwendig, dass wir handlungsfähig bleiben und uns auch mit diesen auseinandersetzen. Denn wie bei vielen großen und neuen Ereignissen geht auch hier die größere Gefahr von den Sekundärfolgen und unüberlegtem Handeln aus! 

Sollte es wie zu erwarten in den nächsten Wochen zu einem exponentiellen Anstieg bei den Infektionen kommen, muss auch mit weitreichenden Auswirkungen auf unser Gesellschaftsleben und insbesondere auf das Gesundheitssystem gerechnet werden. Sollte sich die Infektionsrate so fortsetzen wie bisher, müssen wir Anfang April 2020 mit rund 100.000 infizierten Menschen in Österreich rechnen (siehe Simulation). Es könnte aber auch sein, dass sich die steigenden Temperaturen negativ auf das Virus auswirken bzw. dass sich hoffentlich die von der Regierung angeordneten Maßnahmen als ausreichend Wirksam erweisen. Wir wissen es nicht. Daher sollten wir uns grundsätzlich einmal auf die schlechtere Nachricht einstellen. Für die meisten Menschen wird das kaum Auswirkungen haben. Im Gesundheitssystem würde es jedoch zu massiven Belastungen kommen, die es zu vermeiden gilt.

Daher müssen wir uns alle an die neue Situation anpassen und lernen (Resilienz), um das Gesamtsystem zu entlasten. Das beginnt bei den empfohlenen Maßnahmen und setzt sich mit der standardmäßigen Eigenbevorratung fort, ohne jedoch unüberlegte „Hamsterkäufe“ zu tätigen. Versuchen Sie sich Bewusst darauf einzustellen, dass die Unsicherheiten in den nächsten Wochen und Monaten weiter ansteigen werden. Viele Auswirkungen sind noch gar nicht abschätzbar. Es wird wahrscheinlich nicht einfach so weiter gehen, wie bisher. Daher beginnt der wichtigste Schritt im Kopf und mit der Akzeptanz der neuen Situation sowie mit der Bereitschaft, die Auswirkungen bestmöglich gemeinsam zu bewältigen.

Die wahrscheinlich wichtigste Abbildung der Coronavirus-Epidemie
Vorsorge in Krisenzeiten - konkret vom 24 02 2020 um 1830 Uh ORF 1

Siehe auch COVID-19: Aktuelle Information: Einstellen auf eine längere Krisenphase

Hilfestellungen

Weiterführende Hilfestellungen für die persönliche Vorsorge finden Sie unter anderem auf der Seite des Zivilschutzverbandes oder auf der Seite von Herbert Saurugg. Er bietet auch eine Reihe von Leitfäden für die organisatorische Vorsorge an.

Weiterführende Informationen zum Coronavirus gibt es über die Homepage des Gesundheitsministeriums und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).


Ein europaweiter Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“)

Ein europaweiter Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) oder eine Pandemie würden zu massiven Versorgungsunterbrechungen führen, auf die wir weder als Einzelpersonen, noch als Unternehmen oder als Staat vorbereitet sind. Bereits nach wenigen Tagen würden massive gesellschaftliche Verwerfungen drohen, wie etwa 2011 das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag festgestellt hat.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus steigt auch die Wahrscheinlichkeit für ein Blackout. Dafür sind zwei wesentliche Faktoren ausschlaggebend:

Ausfall von Personal in kritischen Bereichen (Leitwarten, Kraftwerken etc.)

Der Wirtschaftseinbruch führt zu einer sinkenden Stromnachfrage, was wiederum zu einer erhöhten Instabilität führt, da es zu einem Stromüberangebot kommt. Damit werden konventionelle Kraftwerke aus dem Markt gedrängt und es fehlen dadurch rotierende Massen für die Systemstabilität.

Siehe dazu auch die Schweizer Sicherheitverbundübung 2014, wo genau dieses Szenario beübt wurde.

Blackout: Vorsorgen für den Ausnahmezustand

Expertentalk auf kommunalnet.at

Ein Blackout -- also der großflächige Ausfall von Strom und Infrastruktur -- gilt in den nächsten fünf Jahren als sehr wahrscheinlich. Daher ist es für Gemeinden umso wichtiger, auf Krisensituationen bestmöglich vorbereitet zu sein. In einem Expertentalk gibt Blackout-Spezialist Herbert Saurugg den Gemeinden hilfreiche Tipps.

Expertentalk "Blackout" mit Herbert Saurugg.

Was ist ein Blackout und wie können wir uns darauf vorbereiten?

Der Präsident der GfKV, Herbert Saurugg, im Gespräch mit Stefan Magnet.

Experte: Blackout kommt in den nächsten 5 Jahren